Samstag, 7. August 2010

Kleider fuer Oshipeto: Stand der Dinge



Haidiho meine Lieben,


hier ein kleiner Nusflesch bezueglich des "Kleider-fuer-Oshipeto"-Projekts, das uebrigens - nur um es einfach noch mal gesagt zu haben - ein voller Erfolg war.


Mit Hilfe von Freunden, Nachbarn und sogar einer Spenderin haben mein Vater und gerade genannte Eure Spenden nach Borken gekarrt. Der Padre in Borken hatte vorgeschlagen, den Container einen Monat spaeter loszuschicken, um Euch noch laenger die Moeglichkeit geben zu koennen Kleiderschraenke, Garagen, Keller etc. zu entruempeln. Das hat die Konsequenz, dass der Container nicht mehr in der Zeit ankommt, in der Christoph und ich im wunderschoenen Namibia verweilen.
Gut, haette ich den Mund vielleicht nicht so voll nehmen sollen, von wegen "zuverlaessiger als UNICEF" und so weiter. Aber! Weil wir trotz der Planaenderung sicher stellen wollen, dass die Spenden in Oshipeto und nur in Oshipeto landen, haben wir uns mit unserer Mentorin unterhalten, die zu gesichert hat, die knapp 120 Kisten und Paletten (!) sicher an den Zielort zu bugsieren. Ohne UNICEF, is klar...


Im Anhang koennt ihr uebrigens die Kistenberge bestaunen, die kurzzeitig unsere Garage in fluechtlingslageraehnliche Zustaende gebracht hat.


Gruss und bis bald,

Fredi

Samstag, 17. Juli 2010

Kein Herz fuer Rinder

Es gibt wieder Neues aus der nord-namibischen Rinder-Folterkammer.

Vorletzte Woche ist eines dunklen Abends mal wieder ein Prachtrind angekarrt worden, weil Fleisch im Supermarkt teuer und es ohnehin jedesmal unheimlich kurzweilig ist, wenn ein Rind umgebracht wird. Zum Nachteil fuers Rind ist die Fuehrungsetage in Oshipeto neu und kann daher nicht wissen, was beim letzten Mal passierte, als ein Rindvieh in Oshipeto geschlachtet werden sollte.
Damals, kurz nach unserer Ankunft in Oshipeto, versuchte man vergeblich mit einem Luftgewehr, das wohl schon mindestens 4 Generationen gesehen haben muss, den 3cm dicken Schaedel eines Bullen durchzuhauen. Voellig ueberraschend war das nicht gelungen. Stattdessen organisierte man eine Axt und brach dem armen Vieh mit fuenf Hieben den Hals.
Dieses Mal wurde Christoph - gelernter Landwird und Tierfreund - als glorreicher Schuetze auserkohren, um den Abzug zu betaetigen. Clever wie er ist, lehnte er ab. Die Bitte wurde allerdings an ihn herangetragen, da war das neue Ungluecksrind bereits in Oshipeto, genauer gesagt 20m vor unserem Gaestehaus, friedlich grasend und muhend. In den spaeten Nachmittagsstunden gesellte sich das Rind auch gerne paar Meter vor mein Zimmerfenster auf der Rueckseite des Hauses, was stets einen frischen Rinderduft mit sich brachte.

Eines schoenen Morgens hoere ich ploetzlich wildes Galoppieren vor meinem Fenster und frage mich, warum das Rind es ploetzlich so eilig hat. In Oshipeto hat es ausser den Besuchern eigentlich niemand eilig... Heute weiss ich: Es hatte eine Luftgewehrkugel am Kopf und eine Horde aufgebrachter Schwarzer verfolgten es, um es mit letztlich zwei weiteren Kugeln zu erlegen.
Wie der erfahrene Landwirt - und ich dadurch mittlerweile auch - weiss, macht Adrenalin Rindfleisch ungeniessbar. Deswegen werden die Viecher in unseren heimischen Breitengeraden auch hinterruecks und ohne jede Hetzjagd umgebracht. Das erklaert allerdings, warum Fleisch im noerdlichen Namibia meistens heiter bis wolkig schmeckt...
Es war trotzdem wieder faszinierend mit anzusehen, wie die drei Schlaechter das auseinander rupften, hier mal ein Hieb mit der Axt und da mal ein Schlag mit der Machete. Den Hunden hat das umherfliessende Blut augenscheinlich prima geschmeckt.

Fuer Sensationstouristen wie mich, gibt es auf Anfrage jederzeit entsprechende Fotos, gerne auch mit Anleitung fuers Selberausprobieren!


Tate Kalunga neku yam beke!



Es ist mal wieder eine Weile her, dass ich was aus meinem sandigen Buschleben habe verlauten lassen. Shame on me!

Nach den organisatorischen Anstrengungen bezueglich des “Kleider fuer Oshipeto”-Projekts, sind nun wieder andere Aufgaben in den Fokus gerueckt. Der Hausbau bzw. dessen Anstrich und die Planung fuer den Bau einer roemisch-katholische Privatschule in Oshipeto zum Beispiel. Zuerst aber noch ein paar Worte zum Kleider-Projekt:

Letzten Donnerstag hat mein Vater zusammen mit meinen beiden Busenfreunden, David und Constantin, ueber 80 (!) Bananenkartons mit euren Klamotten, Ruecksaecken und vielem anderen, und eine Europalette mit Schulbuechern Richtung Bremen gebracht. De puhre Woohnsinn!
Ein vorerst letztes grosses Dankeschoen an alle Spenderinnen und Spender, die den noch ahnungslosen Kindern warme Sachen und einiges mehr zukommen lassen. Vielen Dank an meine Familie und meine beiden Busenfreunde (David und Constantin), die die eigentliche Arbeit geleistet haben und wahrscheinlich fuer den guten Zweck in ein paar Jahren mehrere Bandscheibenvorfaelle und Hexenschuesse vom vielen Tragen, Heben und Schleppen haben werden.
Vielen Dank auch an meinen Manager und meine Fans, ohne die ich nie so weit… Ich schweife ab.
Tate Kalunga neku yam beke! (Moege Gott mit Euch sein!) :)

Jo. Ansonsten ist unser neues Haeuschen auf bestem Wege bald Kinder zu beherbergen. Der weisse Aussenanstrich ist schon trocken, gruene und gelbe Farbe kommt, sobald sich unsere Finanz-Schwester in Bewegung gesetzt hat, um mit ihrem Pin-Code unsere Spendengelder abzuholen. Christoph und ich haben uns dementsprechend feur die naechsten Tage und Wochen eine alternative Beschaeftigung gesucht.

Die roemisch-katholische Privatschule Oshipeto

Unsere Mentorin, Schwester Magdalena, hat in kurzfristiger Zukunft vor, eine Privatschule in Oshipeto zu errichten. Wie gewoehnlich ist Geld das Hauptproblem, sodass Christoph und ich versuchen, Wege zu finden, das Projekt zu unterstuetzen. Letzten Monat waren wir zu diesem Zweck zum Beispiel bei der deutschen Botschaft, die uns in Aussicht gestellt hat eine finanzielle von hoechstens 250.000Nam$ (ca. 25.000 Euro; schoen uebrigens, dass die Summe im Augenblick in Namibia Dollars festgelegt ist und nicht in Euro...) zu leisten, wenn wir ein gut ausgearbeitetes Konzept vorlegen, welches den Bau, die Kosten, Vorteile, Nachteile und was nicht noch alles umfasst. Diese Woche war schon ein erstes Bauleiter da, dem wir unsere Eckdaten und Vorstellungen versucht haben zu vermitteln. Bis naechste Woche (de Facto also bis ueber-uebernaechste Woche) moechte der steife Baumeister angolanischer Herkunft mit Rasta-Bart ein Angebot vorlegen. Schaunmer mal...


Mittwoch, 30. Juni 2010

Kleider fuer Oshipeto: Verschiebung der Deadline

Hallo zusammen,

es tut sich einiges rund ums "Kleider fuer Oshipeto"-Projekt, daher die spamartige Frequenz meiner Eintraege.

Um es diesmal kurz zu machen: Weil das Projekt eingeschlagen ist, wie Oezils Hammer gegen Ghana, und mein Vater das clevererweise an den zustaendigen Pater kommuniziert hat, ist die Deadline nun um eine Woche aufgeschoben worden. D.h. bis naechste Woche Mittwoch (07.07.10) koennt ihr unser noch lange nicht volles Haus in der Gurlittstr. 6 in Dortmund Aplerbeck mit Euren Spenden begluecken.

Liebe Gruesse aus Namibia,
Fredi

Dienstag, 29. Juni 2010

Eure Kleider fuer Oshipeto: Endspurt!

Hallo zusammen!

Seit ich vor knapp einer Woche den Spendenaufruf gestartet habe, hat sich einiges getan - vor allem im Zimmer meines Bruders. Das ist mittlerweile bis unter die Decke mit Euren Klamotten gefuellt, die nur noch darauf warten, kommenden Donnerstag gen Borken transportiert zu werden. Neben Kleidern aller Art sind sogar mehrere 100 Schulbuecher sind zusammen gekommen - wahnsinn!!! :)

Insgesamt ist so viel zusammen gekommen, dass der zustaendige Pater in Deutschland angeboten hat einen weiteren Container zu organisieren und auf den Weg zu schicken. Dieser zweite Container wuerde zwar nicht mehr in dem Zeitraum ankommen, in dem Christoph und ich noch hier sind, aber unsere Mentorin vor Ort - eine sehr engagierte und weltoffene Nonne - hat bereits zugesagt die Spenden aus Deutschland in Empfang zu nehmen und an die Kinder in Oshipeto weiterzuleiten.

Vielen Dank an alle von Euch, die mit kleinen oder grossen Spenden dazu beigetragen haben, dass das Zimmer meines Bruders momentan unbewohnbar ist und mein Vater trotz Kombi und Anhaenger in der Nachbarschaft um Transporthife bitten muss - und trotzdem nicht ausschliessen kann nicht doch zwei mal nach Borken fahren zu muessen!
Vielen Dank auch an die Lehrerinnen und Lehrer, die teilweise indirekt von unserer Aktion gehoert haben und alle Hebel an ihren Schulen in Bewegung gesetzt haben, um ganze Europaletten meterweise mit Schulbuechern hochstapeln zu koennen. Vielen, vielen Dank!!!

Bis Mittwoch Abend koennen noch Sachspenden aller Art bei uns zu Hause abgeliefert werden, am liebsten schon fertig in Bananenkartons eingepackt, damit mein Vater (plus Nachbarschaft) die Sachen Donnerstag frueh in Richtung Borken bringen kann.

Aehnlich, wie vor dem vorgestrigen Spiel gegen England, hatte ich nicht damit gerechnet, dass die Sache ein derart grosser Erfolg wird. Hoffentlich geht das weiter so! :)

Viele Gruesse aus Namibia,
Fredi

Montag, 21. Juni 2010

Klamotten fuer Oshipeto

Hallo zusammen,

vor einer Woche haben Christoph und ich einen Geistlichen aus dem 400km entfernten Tsumeb kennen gelernt, der jeden zweiten Monat eines Jahres einen Container von Borken ueber Bremerhaven nach Walvis Bay (Namibia) auf den Weg bringt, um einen stetigen Spendenfluss aus Deutschland nach Namibia zu ermoeglichen. Er hat uns angeboten, den Anfang Juli zu verschiffenden Container auch mit Spendenartikeln fuer Oshipeto zu fuellen. Bei so viel Platz in einem so grossen Container, draengt es sich jetzt natuerlich fuer alle von Euch foermlich auf den Kleiderschrank auszusortieren, den Keller aufzuraeumen und die Garage zu entruempeln.

Der Zeitpunkt der Containerverschiffung passt deshalb so gut, weil Christoph und ich zum Zeitpunkt der Ankunft der Spendenartikel in Oshipeto sein werden und beispielsweise im Gegensatz zu Unicef dafuer sorgen koennen, dass die Spenden dort ankommen, wo sie hingehoeren.
Dazu kommt, dass in Namibia derzeit Winter ist. Waehrend die Sonne tagsueber stetig vom Himmel knallt, kreist der Quecksilber-Pegel nachts zwischen 5 Grad und dem Nullpunkt. Wo in Oshipeto nicht mal genuegend Geld da ist, um die Kinder ausgewogen zu ernaehren, ist es umso schwerer die Kinder in warme Sachen zu huellen. Die Folge sind noch mehr Erkaeltungen als sonst, mehr Arztbesuche und damit verbundene Mehrkosten.

Und ihr koenntet hier mit verhaeltnismaessig kleinem Aufwand viel bewegen. Besonders gefragt sind:

- Klamotten: voellig egal, ob Schuhe, Hosen, T-Shirts, Pullover, Kleider oder Jacken

- Spielzeug: Lego- oder Playmobilbausteine wuerden vermutlich den direkten Weg vom staubigen Boden in Oshipeto in all die hungrigen Maeuler finden, als sorgsam zusammen gebaut zu werden - solcherlei Zeug waere also vielleicht eher suboptimal. Generell ist aber alles willkommen, was 4 - 18 Jaehrigen Spass bringen koennte.

- Schulbuecher: Englisch- Mathematik und Deutschbuecher sind in jeder Anzahl und lesbarem Zustand mehr als willkommen!

Sollte euch zu Hause etwas hier nicht Aufgefuehrtes ins Auge stechen und ihr koenntet euch vorstellen, dass die Kinder damit etwas nicht Gesundheitsgefaehrdendes anstellen koennen, her damit!

Die Haken an der Sache sind die zeitlich etwas draengenden Umstaende. Der Container wird Anfang Juli von Bremerhaven auf den Weg gebracht. Allerdings wird er vorher in Borken bereits versiegelt und verblomt. Wann genau Deadline ist, wird sich diesen Freitag (25.06.) entscheiden, wenn mein Vater einen moeglichst spaet liegenden Termin fuer die Abgabe der Spenden in Borken ausgehandelt hat. D.h. aber auch: Bis Freitag koennt ihr unsere Bude in Dortmund Aplerbeck mit Spenden zu bomben.
Damit ihr nicht vor verschlossenen Tueren steht, ruft am besten kurz bei meinen Eltern an und verabredet einen Termin: 0231-486106.

Vielen Dank im Voraus fuer Eure Muehen!!! Ich werde den Verbleib der Spenden in Namibia auf jeden Fall bildlich dokumentieren, sodass ihr Eure Sachen ab Mitte bis Ende Juli an den Koerpern meiner Kinder in Oshipeto sehen koennt!

Gruesse aus Namibia,
Fredi

Dienstag, 15. Juni 2010

Re: Fottos Fottos Fottos

"Vertan, vertan", kraeht der Hahn. Da hab ich doch tatsaechlich vergessen das Album fuer die breite Oeffentlichkeit frei zu geben. Scheisse passiert, vor allem in Afrika! Ab jetzt koennt ihr aber tatsaechlich ueber den bereits erklaerten Weg (Navigationsleiste --> Picasa --> "Gemischtes + Wanderwochenende" --> staunen, ausrasten, Bluthochdruck.) zu den neuen Fotos kommen.

Habt Spass!