Sonntag, 30. August 2009
Gesegnet ins neue Jahr
Dienstag, 25. August 2009
Mein Projekt
Montag, 10. August 2009
Vorbereitungen über Vorbereitungen
Ein Entwicklungsdienst im Ausland ist sowohl in der Theorie, als auch in der Praxis nicht ganz so unkompliziert, wie man sich das vielleicht vorstellen mag. Zum einen gilt es einen passender Träger, also eine Organisation zu finden, die einen in genau das Land schickt, in dem man sich gerne sozial austoben möchte. Zum anderen hat jede einzelne Organisation individuell gestaltete Bewerbungsverfahren. Die meisten verlangen ein ausführliches Motivationsschreiben, Nachweise über bisheriges soziales Engagement und den Aufbau eines Spenderkreises für das bevorstehende Projekt. Andere ein mehrtägiges Praktikum in einem Dritte Welt-Laden.
Nachdem ich mehrere Wochen damit verbracht habe, mir einen Überblick über die in ganz Deutschland angesiedelten Organisationen zu verschaffen, ging mir der Überblick langsam aber sicher verloren. Wo habe ich schon angerufen? Welche Organisation schließt sich durch meine eigenen Vorstellungen kategorisch aus und welcher Träger bietet den Entwicklungsdienst als "anderen Dienst im Ausland", also als Zivildienst an!? Ganz schön viele Dinge, mit denen man sich auf einmal auseinander setzen muss.
Irgendwann aber stieß ich via Internet auf den Mundus eine Welt e.V., ein Referat des Bistums Paderborn. Mein erstes Gespräch mit Paderborn, genauer gesagt dem Referatsleiter und Vorstandsmitglied Ullrich Klauke, ging dann auch direkt mal in die Hose. Ich leierte meine mittlerweile schon eingebrannte Begrüßung herunter und erfuhr nach den ersten konkreten Fragen von Herrn Klauke, was es heißt unvorbereitet in so ein Gespräch zu gehen.
Andere Träger hatten mich bisher mit "Da werfen Sie am besten erstmal einen Blick auf unseren Internetauftritt..." abgespeist. Das Gespräch mit Ullrich Klauke endete dann aber trotzdem positiv, denn er lud mich zum Vorstellungswochenende nach Paderborn ein. Dort lernte ich dann mein heutiges Projekt kennen, das Oshipeto Convent im Norden Namibias, an der Grenze zu Angola.
Dem folgte neben zahlreichen Treffen mit anderen Freiwilligen, insbesondere den Leuten, die schon in meinem Projekt gearbeitet haben, das fid-Vorbereitungsseminar in Bonn. Die fid (Freiwillige Internationale Dienste) ist eine in Köln ansässige Organisation, die FSJ-tler und andere Freiwillige im Ausland in einem 10 Tägigen Seminar auf die bevorstehende Aufgabe vorbereitet. Ein uneingeschränkt geiler Verein, der weiß was er macht und mir unglaublich wertvolle 10 Tage mit auf den Weg gegeben hat!
Auch wenn ich im Vorhinein kein allzu großer Freund von Seminaren und Selbstfindungsgruppen war, haben sich wirklich alle vorbereitenden Wochenenden, Treffen und Seminare 100%ig gelohnt und mir eine Idee von dem Vermittelt, auf was ich mich da eingelassen habe. Bisher kann ich sagen: „Schöne Sache, ich freu mich drauf!“ J
Dienstag, 4. August 2009
"... und warum ausgerechnet Namibia!?"
Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass mir diese Details erst dann aufgefallen waren, als ich schon mit dem Projekt in Namibia vertraut war, also eher Zufall als Kalkül, dass ich höchstwahrscheinlich nicht auf offener Straße erschossen werde.
Mein erstes Ziel für den Zivildienst im Ausland war Australien, der Kontinent der Surfen, der im Einklang mit der Natur lebt und so... Leider musste ich recht schnell feststellen, dass die wenigen Plätze, die eine Zivildienstanerkennung haben, schon lange vergeben waren.
Anschließend liebäugelte ich mit anderen Plätzchen der Erde, zum Beispiel Nord Amerika, oder Kanada. Aufällig ist, dass es mir erstmal so ging, wie vielen anderen auch. "Hauptsache ein Land des Westens, das nach den bekannten Maßstäben zivilisiert ist und einen bodenständigen Job anzubieten hat." Erst als ich merkte, dass gerade in solchen Ländern die Zivildienststellen rahr sind, nahm ich mich auch dem mit unendlich vielen Vorurteilen belasteten Afrika an. Dort ist es -wer hätte das gedacht? - bedeutend leichter an anerkannte Stellen zu kommen.