Sodele, da ist der vorletzte Abschnitt im lieb gewonnen Busch Namibias auch schon vorbei und die Schulferien bis Ende Mai stehen ins Haus. Da die Kinder und Schwestern in dieser Zeit Oshipeto hinter sich lassen, tun Christoph und ich es ihnen gleich und fahren in die Hauptstadt nach Windhoek, um zu schauen wie wir unsere Kraefte dort einsetzen koennen.
Aus eben diesem Grund habe ich mich vor ein paar Wochen im Katutura State Hospital beworben und zickzack, schwupdiewup, rubbeldiekatz und wumpeldidu bin ich genommen worden. Am kommenden Montag wird mein Arbeitsalltag dort beginnen und ich bin schon ziemlich gespannt, kann ich verraten.
Das Katutura State Hospital ist das landesweit groesste Krankenhaus und fuehrt die wichtigsten Abteilungen hinter seinen Mauern: Innere Medizin, Paediatrie, Chirurgie, Pathologie, Neurologie und Anaesthesiologie. Ich werde versuchen in meinen 4 Wochen hier moeglichst in jede Abteilung mal reingehorcht zu haben, um mir einen allgemeinen Ueberblick vom namibischen Gesundwerden zu machen.
Dazu werde ich immer mal wieder, vielleicht alle 2-3 Tage, eine kleine Zusammenfassung meiner sicher interessanten bis ekelhaften Erfahrungen an diese Stelle setzen, damit auch mein wertes Leserpublikum eine Ahnung vom Kranksein und Genesen in Namibia bekommt...
Freitag, 23. April 2010
Freitag, 9. April 2010
Oshipeto in Progress
Neuerdings sorgt ein Benzin-betriebener Generator zwischen 19 und 21 Uhr fuer Licht in der Bude, sehr schoen. Mittlerweile haben wir auch seit fast zwei Wochen durchgehend fliessendes Wasser, auch nicht verkehrt.
Der aber vielleicht wesentlichste Teil nimmt auch weiterhin fleissig Formen an: Unser Hausbauprojekt. Nachdem wir aus Gruenden der Zeitueberbrueckung in der Zwischenzeit schonmal ein baufaelliges Haus eingerissen hatten, haben wir nun angefangen ein neues Gebaeude aufzubauen. Konkret haben wir geschaetzte 2 Tonnen Stahl gekauft und stressbedingt ebenso viel Schweiss aus unseren Koerpern entlassen. Seit gestern stehen schon die wesentlichen Stuetzpfeiler in ihrem Fundament. Ihr merkt, Progress wohin man schaut...
Wie um dem ganzen noch das Sahnehaeubchen aufzusetzen, bekamen Christoph und ich vorgestern ein nicht alltaegliches Geschenk von Hilma, unserer dauerkranken Tuberkuloseanwaerterin. Letzten Donnerstag verbrachten Christoph und ich einen ganzen Tag mit ihr im Krankenhaus, weil ihr Husten in den vorangegangenen Wochen und Monaten den dringenden Verdacht nahelegte, dass ihr aller letzter Hustenanfall bald verklungen sein wuerde.
Hilma kam daher mit einer Wassermelone und einem Hahn zum Guesthouse, um uns beides als Dankeschoen zu ueberreichen. Da war die Freude gross, zumindest bei Christoph und mir! Gestern gab es dementsprechend Hahn. Schoen.
In diesem Sinne,
special thanks to Hilma und auf bald!
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