... gab es auch beim 5. Wahlgang der namibischen Geschichte keine.
Die Ergebnisse zeigen wohl relativ deutlich, dass in Namibia zwar ein Mehrparteiensystem verfassungsmaessig festgehalten ist, die Namibierinnen und Namibier aber noch immer nicht vergessen haben, wer sie zur Unabhaengigkeit gefuehrt hat.
Allerdings bleiben Zweifel, in wie fern diese Wahl fair verlaufen ist, zumindest die deutsche regierungskritische „Allgemeine Zeitung“ wittert seit (und vor) den Wahlen Betrug. Beispielsweise hat jeder Waehler nach seiner Wahl die Fingerkuppe mit einer speziellen Tinte beschmiert bekommen, die unter ultraviolettem erkennbar sein sollte, damit niemand auf die Idee kommt, doppelt zu waehlen. Scheinbar sind aber doch ein paar ausgeschlafene Waehler auf diese Idee gekommen, da zwei Wahlbezirke nicht gewertet werden konnten, weil es mehr Stimmen als Wahlberechtigte gab. Dazu will eine der Oppositionsparteien „eidestattliche Beweise“ haben, dass die Tinte mit Wasser und Seife abzuwaschen sei.
Dazu kommt, dass die Wahlurnen alle die gleiche Seriennummer hatten, was einen Austauch zumindest ziemlich erleichtert. Schon im Vorhinein sind im Norden des Landes (, der nahezu gaenzlich der SWAPO anhaengt), Wahlurnen gefunden worden, in denen bereits Stimmzettel waren.
Der zwischenzeitliche Stromausfall in einigen Wahllokalen im Norden des Landes setzt dem ganzen noch die Krone auf. Stromausfaelle gab es uebrigens bisher bei jeder Wahl, was den objektiven Wahlbeobachter doch ein wenig skeptisch stimmt.
Hier die Wahlergebnisse:
1. SWAPO: 74,29%
2. RDP: 11.16%
3. DTA: 3,13%
Dank einer Zweidrittelmehrheit und einer ziemlich zerspaltenen Opposition (es gibt in Namibia fuer ca. 800.000 Wahlberechtigte eine Auswahl von ueber 15 (!) Parteien) darf die SWAPO sich also 5 weitere Jahre angenehmsten Gesetzgebungskompetenzen erfreuen.
Es lebe die Demokratie!
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