Dienstag, 22. Dezember 2009

Kleindeutschland in Afrika

Freunde der Nacht, der Sonne und der gepflegten Heiterkeit,

ich bin in Swakopmund und es ist Urlaub pur! Seit nunmehr 6 Tagen nutzen Christoph und ich unsere Sommerferien um am Strand am Atlantik zu liegen, die Namibawueste zu erkunden oder einen Ausflug ins 30km entfernte Walvis Bay zu unternehmen.
Dabei kommt besonders deswegen Urlaubsstimmung auf, weil das Ambiente, also die Strandpromenade, die Einkaufspassagen und vor allem die Besucher stark an einen Mix aus Mallorca und Ruegen erinnern. (Fauna und Flora: Mallorca, Gaeste und Einkaufspassagen: Ruegen)
Es sind fast ausschliesslich Deutsche und Afrikander, also weisse afrikaanssprechende Afrikastaemmige unterwegs, was insofern angenehm ist, als dass man nicht (wie in Windhoek) an jeder Strassenecke um ein paar Dollar angehauen wird. Auch muss man nach Einbruch der Dunkelheit nicht fuerchten ueberfallen zu werden, da der Township weiter ausserhalb liegt.

Swakopmund ist ein echtes Zeugnis deutscher Kolonialgeschichte und Sued-Afrikanischer Besatzung, was anhand der zahlreich vertretenen Kolonialarchitektur und Kriegsdenkmaeler (, die an die deutschen Gefallenen erinnern) und des ausgelagerten Townships unschwer zu erkennen ist.
Irgendwie scheint das heutige Afrika hier noch keinen Einzug erhalten zu haben, was im ach so vorbildlich entwickelten Namibia etwas verwundert.

Nichts desto trotz geniessen Christoph und ich unsere noch verbleibenden Tage bis Neujahr und lauschen noch ein wenig den teils offenkundig, teils versteckten rassistischen Aeusserungen der Einheimischen...

Heil Swakopmund

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