In den letzten Tagen sind wir mehrfach Opfer heimtueckischer Einbrueche geworden!
Eine der Schwestern hatte einen ca. 14 jaehrigen Jungen aus dem Hostel dabei erwischt, wie er waehrend unserer zwei taegigen Abwesenheit versucht hatte, durch das offene Kuechenfenster bei uns einzusteigen, um Brot zu klauen. Zwei Tage spaeter entdeckten wir zwei volle Bierdosen vor dem selben Kuechenfenster, die vorher noch in unserer Kuehltruhe gestanden hatten. Wir hatten das Kuechenfenster zwar dummerweise wieder offen stehen lassen, waren aber nur fuer 5 Minuten bei den Schwestern gewesen.
Der Junge, der auf frischer Tat ertappt worden ist, musste die naechsten zwei Tage Kot schueppen. So ist das im Leben, auf List folgt Mist...
Zur Verteidigung der Kinder in Oshipeto sei gesagt, dass es natuerlich ziemlich bloede und naiv von uns gewesen ist, das Kuechenfenster aufzulassen, auch wenn unser kleines Kuechenfenster nicht seitwaerts sondern vertikal zu oeffnen ist, was den Einstieg erstmal ziemlich schwierig gemacht haben sollte.
Die Kinder kriegen allerdings nur drei feste Mahlzeiten am Tag, die sich aus Poragge (eine Art zaeher Griesbrei mit dem Gefuehl auf Sand herum zu kauen) und wahlweise Spinat oder einer undefinierbaren Sosse zusammensetzen. In Deutschland koennten wir die "Verleitung zum Diebstahl" wohl nicht abstreiten...
Soweit aus dem aber sonst sehr friedlichen Oshipeto,
Fredi
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