Freitag, 19. März 2010

Mauerschubser

Gestern haben Christoph und ich mit unserem Hausbauprojekt begonnen. Das Hausbauprojekt umfasst den Abriss und Neuaufbau einer alten, einsturzgefaehrdeten Bruchbude, die seit Jahren ungenutzt in Oshipeto herumsteht - und das obwohl die Zimmerbelegung in Girls- und Boyshostels viel mit einem Fluechtlingslager gemeinsam hat.

Vor dem eigentlichen abzureissenden Haus, standen bis gestern noch zwei uebermannsgrosse Mauern, ueber denen ein Dach den Hauseingang bildete. Die erste Ueberraschung des Abrisses tat sich auf, als ich mir einen grossen Stein zwischen die Arme klemmte, Anlauf nahm und das Geschoss bruellend gegen die Wand schmiss. Die 30cm breite und windschiefe Mauer bekam noch mehr Schieflage, als sie ohnehin schon hatte und als Christoph und ich unsere massgigen Koerper gegen das Ungetuem aus Stein und Beton drueckten, kippte dieses nach hinten weg und zerfiel zu Staub. Ein Gefuehl, kann ich euch verraten, als ob man gerade einen Elefanten mit blossen Haenden erlegt haette. Die pure Maennlichkeit!
Befluegelt durch diesen Testosteronschub, lief ich keine zwei Minuten spaeter in einen Nagel, der in einem auf dem Boden liegenden Holzbrett steckte. Ich habe kaum geweint.

Ich hoffe ich werde euch in den kommenden Wochen weiterhin mit solch explosivem Stoff bei Laune halten koennen!

Auf bald,
Fredi

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